Emanzipatorisches Antifa-Bündnis Bonn http://eab.blogsport.de Blog des Emanzipatorischen Antifa-Bündnisses Bonn Wed, 25 Mar 2015 17:54:22 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Ten Years Later… – Antifaschistische Demonstration in Dortmund http://eab.blogsport.de/2015/03/25/ten-years-later-antifaschistische-demonstration-in-dortmund/ http://eab.blogsport.de/2015/03/25/ten-years-later-antifaschistische-demonstration-in-dortmund/#comments Wed, 25 Mar 2015 17:47:53 +0000 Administrator Aufrufe http://eab.blogsport.de/2015/03/25/ten-years-later-antifaschistische-demonstration-in-dortmund/ Ten Years Later - Gedenkdemo für alle Opfer rechter Gewalt am 28.03. in Dortmund!

Am kommenden Samstag jährt sich zum zehnten Mal die Ermordung des Punks Thomas Schulz durch den notorischen Neonazi Sven Kahlin. Ein letztes Mal mobilisiert die Antifaschistische Union Dortmund daher zu einer Demonstration von Dortmund-Dorstfeld zum Ort des Geschehens in die Innenstadt, um auch zehn Jahre später ein würdiges Gedenken an alle Opfer rechter Gewalt zu ermöglichen. Wir rufen euch hiermit dazu auf, euch dieser Demonstration anzuschließen!

Die Dortmunder Neonazis versuchen, diesen Tag für sich zu beanspruchen, indem sie einen Aufmarsch mit anschließendem Rechtsrock-Konzert veranstalten. Auch hierzu werden Gegenaktionen stattfinden. Lassen wir es nicht zu, dass die Nazis diesen Tag vereinnahmen und tragen wir unsere Wut und Trauer auf die Straße!

Informationen zur gemeinsamen Anreise aus Bonn (auch zu den Gegenaktivitäten gegen den am gleichen Tag stattfindenden Naziaufmarsch) findet ihr bei der Antifa Bonn/Rhein-Sieg oder auf Facebook.
Hier findet ihr den kompletten Aufruf zur Demonstration.

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Wir zeigen: Das Leben des Brian http://eab.blogsport.de/2015/03/20/10/ http://eab.blogsport.de/2015/03/20/10/#comments Fri, 20 Mar 2015 14:56:13 +0000 Administrator Allgemein Veranstaltungen http://eab.blogsport.de/2015/03/20/10/ »Das Leben des Brian« am KarfreitagAn Karfreitag, dem 3. April, zeigt das Emanzipatorische Antifa-Bündnis den Film »Das Leben des Brian« im Buchladen Le Sabot.

Da Karfreitag ein sogenannter »stiller Feiertag« ist, gilt ein Verbot von öffentlichen Unterhaltungsveranstaltungen sowie ein Tanzverbot. Wir möchten daher mit euch das »religiöse und sittliche Empfinden« verletzen. Rechtliche Konsequenzen kämen in diesem Fall nur auf die_den Veranstalter_in selber zu.

Zur Deckung unserer Kosten bitten wir am Abend um Spenden.

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»Alternativen Wissenskongress« verhindern! http://eab.blogsport.de/2015/03/16/alternativen-wissenskongress-verhindern/ http://eab.blogsport.de/2015/03/16/alternativen-wissenskongress-verhindern/#comments Mon, 16 Mar 2015 13:07:05 +0000 Administrator Aufrufe http://eab.blogsport.de/2015/03/16/alternativen-wissenskongress-verhindern/ Wir unterstützen die Proteste gegen den sogenannten »Alternativen Wissenskongress« am kommenden Sonntag (22.03.) in Witten, zu dem hunderte Anhänger_innen von Verschwörungstheorien erwartet werden. Nachfolgend dokumentieren wir den Aufruf des antifaschistischen Bündnisses gegen den Kongress.

»Alternativen Wissenskongress« verhindern!

Gegen Nazis, Rechtspopulisten, Antisemiten und anderen deutschen Verschwörungswahn. Der Querfront eine Absage.

Der Kongress
Am Sonntag, dem 22. März 2015, lädt der sogenannte Verein zur Förderung des politischen Dialogs im Wittener Saalbau zwischen 10:00 und 17:15 Uhr zum 1. Alternativen Wissenkongress NRW ein. Der Kongress trägt den Untertitel »Demokratie in Gefahr – Wer regiert Deutschland?« und wirbt auf seiner Homepage mit den geplanten Referenten Jürgen Elsässer, Karl Albrecht Schachtschneider, Eberhard Hamer und Andreas Popp.

Die Referenten
Mit Jürgen Elsässer wurde hier der sicherlich einflussreichste Sprecher der deutschen Verschwörungstheoretiker-Szene eingeladen, dessen Bekanntheitsgrad weit über dieses Spektrum hinausragt. Als Journalist und Autor zahlreicher Buchpublikationen konnte sich der ursprünglich der linken Bewegung entstammende Elsässer einen gewissen Bekanntheitsgrad erarbeiten. Seit der Jahrtausendwende driftete er jedoch ins rechte Fahrwasser ab. So fiel er zunehmend durch seine homophoben, nationalistischen und ethnopluralistischen Äußerungen auf und verteidigte etwa die 2009 durchgeführten brutalen Maßnahmen des iranischen Regimes gegen die Oppositionsbewegung mit den Worten: »Gut, dass Ahmadinedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.«

Auch nach den HoGeSa-Krawallen in Köln im Oktober 2014 zeigte er sich erfreut und schrieb: »Es ist ein großer Schritt nach vorne, dass die Hools sich nicht mehr hauptsächlich gegenseitig verkloppen, sondern gemeinsam etwas für ihr Land tun wollen.«

Der ukrainischen Politikerin Julija Tymoschenko unterstellte Elsässer, eine »Endlösung der Russenfrage« zu planen. Neben dieser Relativierung der Shoah fiel Elsässer mehrfach durch Argumentationsmuster auf, die man als strukturell antisemitisch bezeichnen kann. Seit Ende 2010 ist er Verleger und Chefredakteur des bundesweit vertriebenen Monatsmagazins Compact, in dem verschiedensten Verschwörungstheoretikern und Rechtspopulisten ein Forum geboten wird. Im Februar 2014 bot Elsässer dem verurteilten Rechts-Terroristen Karl-Heinz Hoffmann ein Podium bei einem Compact-Streitgespräch zum Münchner Oktoberfestattentat 1980, bei dem 13 Menschen getötet wurden.

Einer der Compact-Autoren ist auch der ebenfalls für den Kongress in Witten angekündigte ehemalige Universitätsprofessor Karl Albrecht Schachtschneider, dessen politischer Werdegang von der SPD über die CDU und die Kleinpartei Bund freier Bürger ihn schließlich zu den »Auslandsfreunden der Haider-FPÖ« führte. Im Jahr 2014 trat er zusammen mit Thilo Sarrazin in einem Werbefilm der FPÖ auf. Auch für Pro NRW und NPD, sowie diverse Burschenschaften war er mehrfach als Referent tätig oder fungierte als Sachverständiger.

Neben Schachtschneider soll mit dem Juristen und Wirtschaftswissenschaftler Eberhard Hamer ein weiterer ehemaliger Hochschuldozent im Saalbau auftreten. Hamer vertritt die These, dass die ominöse »Ostküste« für die Finanzkrise verantwortlich sei und eine Abschaffung der Demokratie vorbereiten würde. Hierbei bedient er sich antisemitischer Stereotype, etwa wenn er die Federal Reserve Bank als strippenziehende Spinne im Geflecht der »internationalen Hochfinanz« bezeichnet und explizit darauf hinweist, dass zu den Gründungsmitgliedern der FRB die Banken der Familien Rockefeller und Rothschild gehörten.

Als vierter im Bunde wird der Referent Andreas Popp angekündigt. Popp ist maßgeblicher Initiator der Wissensmanufaktur (auch »Institut für Wirtschaftforschung und Gesellschaftspolitik«) bei dem auch Schachtschneider Mitglied ist und fiel in der Vergangenheit vor allem durch seine Teilnahme an der so genannten Anti-Zensur-Koalition-Konferenz (AZK-Konferenz) des Schweizer Sektengründers und Befürworters des Gaddafi-Regimes Ivo Sasek auf. Außerdem ist er Vertreter der Ansicht, das Deutsche Reich sei von den Alliierten annektiert worden, und die »so genannte« Bundesrepublik Deutschland sei kein legaler Staat. Gerade diese Theorie lässt ihn als Referent für den Alternativen Wissenskongress als besonders geeignet erscheinen, da zu erwarten ist, dass er bei der Frage nach der »wirklichen Regierung« kein Blatt vor den Mund nehmen wird.

Die Organisator_innen
Ursprünglich sollte das illustre »Festival der Verschwörungstheorie« von den fünf nordrhein-westfälischen Bezirksverbänden der Alternative für Deutschland veranstaltet werden. Nachdem die Bezirksverbände der AfD aufgrund öffentlichen Drucks und einer Distanzierung des um ein bürgerliches Image bemühten AfD-Bundessprechers Bernd Lucke Anfang November 2014 einen Rückzieher machten und nun nicht mehr öffentlich als Veranstalter des Kongresses auftreten werden, ist nun der oben genannte Förder-Verein in die Bresche gesprungen, dessen Beisitzender sich allerdings bei genauerer Betrachtung als Udo Hemmelgarn aus Harsewinkel entpuppt, welcher wiederum AfD-Kreis- und Bezirksvorsitzender der Stadt Gütersloh ist. Man kann also weiterhin mit Recht sagen, dass hier eine rechtspopulistische Partei, die ihre Basis in der Mitte der Gesellschaft verortet und hier große Zustimmung findet, versucht in einem Millieu Fuß zu fassen, welches auch eine Zusammenarbeit mit extrem rechten Gewalttätern wie der HoGeSa nicht ausschließt und sich generell als anschlussfähig für selbsternannte »Querdenker« unterschiedlichster Couleur präsentieren will.

Das Programm
Mit der angemieteten Lokalität in Witten stehen den Veranstaltern und Referenten Räumlichkeiten zur Verfügung, in denen bis zu 800 Gäste Platz finden könnten, um sich der Frage zu widmen, wer denn nun Deutschland eigentlich wirklich regiert. Denn die formulierte Fragestellung im Untertitel der Veranstaltung und der Eigenanspruch, hier alternatives Wissen vermitteln zu wollen, lässt ahnen, dass man sich nicht mit scheinbaren Gewissheiten wie etwa dem Hinweis auf Frau Merkel und die gewählte Bundesregierung abspeisen lassen wird. Als mögliche Alternativ-Antworten bietet das prominente »Quattro Infernale« eine Auswahl aus Medien, EZB, ESM, Großkonzernen und Banken an. Es kann nur vermutet werden, dass die Referenten hier keine der unter Verdacht stehenden Platzhalter freisprechen oder sich auf eine bestimmte Institution festlegen werden, sondern diese angeblich Deutschland beherrschenden Mächte wiederum nur als wirkmächtige Instrumente einer übergeordneten »Schattenregierung«, die im Hintergrund die Fäden ziehe, präsentieren werden.

Ignorieren ist keine Alternative: Nazis enttarnen und angreifen!
Auch wenn die von den Referenten vertretenden Thesen und Positionen jedem denkenden Menschen eigentlich als haltlos, absurd und paranoid erscheinen sollten, gibt es ein wachsendes Publikum, dessen zunehmende Verunsicherung in einer immer unübersichtlicher erscheinenden Welt durch einfache Lösungen befriedigt werden will. Die bundesweite Präsenz der unterschiedlich gut besuchten »Friedensmahnwachen« in den letzten Monaten zeigen, welches Potential in den »alternativen« Erklärungsansätzen der »Aluhut-Fraktion« steckt.

Da Elsässer nach den Hooligan-Krawallen von Köln auf seinem Blog öffentlich verkündete: »Wenn ich was zu sagen hätte, würde ich einen von HoGeSa als Redner zur nächsten Demo für Frieden und Souveränität einladen.« ist nicht nur beim geplanten Kongress in Witten damit zu rechnen, dass die Bewegung künftig weiteren Zulauf aus der gewaltbereiten Nazi-Szene bekommen wird. Die Chance, den Auftritt der ihnen wohlgesonnen Referententruppe in ihrer Heimatstadt live erleben zu können, werden sich die lokalen Rechtsaußen-Kader und ihre Gefolgschaft wohl kaum entgehen lassen: So nahm z. B. auch der ehemalige NRW-Landessprecher der NPD-Jugendorganisation JN Christoph Thomas Schmidt bei der HoGeSa-Kundgebung in Hannover teil. Der heute 26-jährige Schmidt sitzt seit der Kommunalwahl 2014 für die rechtspopulistische Partei Pro NRW im Wittener Stadtrat und trat in der Vergangenheit häufig als Redner auf Demonstrationen in Erscheinung.

Verschwörung muss praktisch werden: »Wissenskongress« verhindern!
Dass der prominente Oberguru Jürgen Elsässer, welcher nicht nur über seine eigene bundesweit vertriebene Zeitschrift Compact, sondern auch über den vom Kreml finanzierten Fernsehsender RT (ehemals Russia Today) ohnehin einen gewissen publizistischen Einfluss für sich verbuchen kann, im Verbund mit anderen Verschwörungstheoretikern durch das nur halbherzig kaschierte Engagement von Mitgliedern der sich seriös gebenden Alternative für Deutschland die Gelegenheit bekommen soll, öffentlich in einem großen Stadtsaal seine strukturell antisemitischen Welterklärungsmodelle ans »Volk« zu bringen und rassistische Krawalle zu verharmlosen, schreit geradezu nach einer praktisch wirksamen Verschwörung.

Der zu erwartenden Querfront aus angeblichen Friedensfreunden, Konspirationstheoretikern, bürgerlichen Rechtspopulisten, Neo-Nazis und anderen Antisemiten in Witten kann mit Aufklärung und rationalen Argumenten allein nicht entgegengetreten werden.

Deshalb gilt es am 22. März und darüber hinaus in Witten und an jedem anderen Ort zu zeigen, dass es keine mysteriösen Hintermänner braucht, um den Spielraum der vermeintlichen Enthüllungsjournalisten einzuschränken. Vielmehr sollte es einen breiten auch von der Verschwörungsszene vielgepriesenen Protest der Straße geben, um zu zeigen, dass es keinen öffentlichen Raum für die Allianz der deutschtümelnden Wahnwichtel geben darf.

Daher rufen wir hiermit am 22. März 2015 zur Blockade des Wittener Saalbaus auf. Der »1. Alternative Wissenskongress NRW« muss nachhaltig verhindert werden.

Kein Raum für Nazis und andere Wahnwichtel – Verschwört Euch!

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Gegen Volk, Nation & Umma – Solidarität mit der Charlie Hebdo & dem Kampf gegen Theokratie, Faschismus & Antisemitismus http://eab.blogsport.de/2015/01/10/gegen-volk-nation-umma-solidaritaet-mit-der-charlie-hebdo-dem-kampf-gegen-theokratie-faschismus-antisemitismus/ http://eab.blogsport.de/2015/01/10/gegen-volk-nation-umma-solidaritaet-mit-der-charlie-hebdo-dem-kampf-gegen-theokratie-faschismus-antisemitismus/#comments Sat, 10 Jan 2015 22:34:03 +0000 Administrator Allgemein http://eab.blogsport.de/2015/01/10/gegen-volk-nation-umma-solidaritaet-mit-der-charlie-hebdo-dem-kampf-gegen-theokratie-faschismus-antisemitismus/ Kundgebung 10.01.15

Kundgebung auf dem Bonner Marktplatz am 10.01.2015

Heute Mittag fanden sich etwa 80 Menschen in Trauer und Solidarität zur Kundgebung anlässlich der Anschläge und Morde im Großraum Paris am Bonner Markt ein.

Es wurden Redebeiträge von Refugees Welcome Bonn e.V., der Liste Undogmatischer StudentInnen, der Vorsitzenden des Zentralrat der Ex-Muslime Deutschland, Mina Ahadi, der Emanzipatorischen Antifa Duisburg und der Antihomophoben Aktion Bonn gehalten. Im Anschluss hielten die Versammelten eine Schweigeminute in Gedenken an die 17 Mordopfer aus Frankreich ab. Außerdem wurde dazu aufgerufen, sich am Mittwoch erneut »Kögida« in Köln in den Weg zu stellen. Die Redebeiträge haben wir hier auf unserem Blog dokumentiert.

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Redebeitrag zur Strategie gegen den hiesigen Islamismus http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-zur-strategie-gegen-den-hiesigen-islamismus/ http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-zur-strategie-gegen-den-hiesigen-islamismus/#comments Sat, 10 Jan 2015 15:32:42 +0000 Administrator Redebeiträge http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-zur-strategie-gegen-den-hiesigen-islamismus/ Im Nachfolgenden dokumentieren wir unseren Redebeitrag zur Kundgebung anlässlich des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris am vergangenen Mittwoch. Die Kundgebung hat am 10.01.2015 in Bonn stattgefunden.

Liebe Freunde und Freundinnen, die ihr heute hergekommen seid, um eure Trauer und Wut über den Mordanschlag von Paris auszudrücken:

Wenn wir uns hier versammeln, darf das nicht nur als ein erneuter, kleiner Aufschrei oder als Ausdruck dessen, was wir empfinden, verpuffen. Wir müssen uns auch darüber verständigen, wie das gehen soll: »Kampf gegen Theokratie, Faschismus und Antisemitismus«.

Werfen wir einen Blick in einen der jährlich neu aufgelegten Verfassungsschutzberichte. Denn bislang scheint das ja ausschließlich deren Job zu sein. Wir finden dort Bestrebungen, die eine theokratische Diktatur der Priesterkaste durchsetzen wollen, die das Tragen des Higab durch eine Sittenpolizei bewacht sehen wollen, die von Vergewaltigung betroffenen Frauen etwa als verführerische Ehebrecherinnen gleich an’s jüngste Gericht verweisen wollen und die den Juden und Jüdinnen immer wieder ihre baldige Vernichtung ankündigen – wir finden solche Bestrebungen nicht etwa unter »Rechtsextremismus«, wie sich das für religiöse Fundamentalist_innen, organisierte Frauenhasser_innen oder mordlustige Antisemit_innen gehört. Für diese Leute haben die Wächter_innen über die Verfassungsordnung die Kategorie des »Islamismus« vorgesehen. Daneben existieren »Links-« und »Rechtsextremismus« und eine weitere Kategorie. Für diesen Rest haben die deutschen Sicherheitsbehörden einen Begriff erfunden, der jedem Menschen mit nur etwas Sensibilität Übelkeit beschert, wenn er ihn ausspricht. Hier ist die Rede von »Ausländerextremismus«. Was soll das sein? Sind diese Leute irgendwie »extrem ausländisch«? Müssen wir die »gemäßigten Ausländer_innen« von den »extremen« trennen? Unter den »Ausländerextremist_innen« findet sich dann etwa die DHKP-C, eine autoritäre türkische, marxistisch-leninistische Terrororganisation, die u.A. mit Selbstmordanschlägen auf sich aufmerksam macht. Vor zwei Jahren riss einer dieser Attentäter_innen bei einem Anschlag auf die US-amerikanische Botschaft in Ankara einen Wachmann mit in den Tod. Ecevit Şanlı lebte noch wenige Wochen vor dem Anschlag in Köln. Statt seinen Prozess wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ordentlich zum Abschluss zu bringen, wiesen ihn die Kölner Behörden einfach aus. Offensichtlich transportiert das Wort »Ausländerextremismus« so etwas wie die Hoffnung unserer für »Sicherheit« zuständigen Ämter, politische Probleme ließen sich hier im Zweifelsfall mithilfe der Abschiebebehörden lösen, wenn die sie tragenden Menschen keine »Bio-Deutschen« sind. Wollen wir solchen Leuten den Kampf gegen den Islamismus und seine Überwachung überlassen? Ich frage mich: in was für einer Gesellschaft leben wir, dass wir faschistoide politische Strömungen wie den Islamismus nicht als hiesiges, rechtsradikales Problem anerkennen? Ist unser liebgewordenes Links-Rechts-Schema zu »deutsch«, als dass die politische Realität in ihm Platz nehmen könnte?

Bonn ist eine Hochburg des Islamismus in Deutschland. In Bonn-Tannenbusch können islamistische Rattenfänger_innen seit Jahren ungehindert Jugendliche ködern. Sie filmen sich sogar ungeniert dabei, wie etwa Pierre Vogel, für YouTube. Als im Frühjahr 2012 in Bad Godesberg islamistische Schläger der Meinung waren, einen Street Fight gegen Polizei und Rechtspopulist_innen anzetteln zu müssen, hatte sich ein erheblicher Teil der Islamist_innen am Tannenbuscher U-Bahnhof zur gemeinsamen Anreise getroffen. In Dortmund besetzen Neonazis bekanntermaßen seit etwa 10 Jahren offensiv den westlichen Stadtteil Dorstfeld. Zumindest in der Dortmunder Zivilgesellschaft – man hat den Eindruck, bei der Polizei bis heute nicht – ist das längst angekommen. Man hat sich strategisch auf die Situation eingestellt. In Bonn allerdings hört man, spricht man Leute auf Tannenbusch an, nur latent rassistisches Rumgedruckse. Man ist zufrieden damit, ein politisches Problem zu ethnisieren und es dann zu vergessen, das heißt: „die da draußen am Stadtrand, die gehören eh nicht zu uns“. „Ausländerextremismus“, das klingt in meinen Ohren wie „Dönermorde“. Es ist dem Rassismus dieser Gesellschaft zu verdanken, dass seit der Aufdeckung des NSU zwar alle das Wort »Dönermorde« verurteilen, aber die Rede vom »Ausländerextremismus« verursacht anscheinend nicht mal irritiertes Augenzwinkern.

Wir müssen klarmachen: Das Problem des europäischen Islamismus lässt sich nicht lösen, indem wir nur laut genug blöken: »Die da, die gehören nicht zu unserem Volk«. Das Gegenteil ist der Fall: der hiesige Islamismus ist ein Problem dieser Gesellschaft: in Deutschland, in Großbritannien, in Frankreich. Es sind deutsche Kids, die die Social Media-Propaganda von IS, Hamas oder Hezbollah über ihre Handys abrufen und weiterreichen. Und es sind deutsche Jungs und Männer, die ihr hiesiges Elend gerne gegen die strahlende Ritterrüstung bzw. einen Kampfanzug eintauschen würden, so dumm uns das vorkommen mag. Die rassistische deutsche Gesellschaft verweigert diesen Menschen jeden Tag allein aufgrund ihres vermeintlich nicht-deutschen Aussehens und ihrer Herkunft demokratische Partizipation und ökonomische Teilhabe. Natürlich ist man auch Charakterschwein, wenn man etwa meint, im Sinjar Jagd auf Ungläubige machen zu müssen: aber man ist vor allem auch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches, ein armes Schwein. Der rassistische Reflex gegen Islamist_innen ist keine Lösung des Problems: er ist ein erheblicher Teil des Problems selber, dem wir heute in die Augen blicken müssen. Es ist sowohl im Interesse von »Pegida« und Co, als auch der Islamist_innen, dass dieser Rassismus fortbesteht.

Wenn sich bei jedem als »rechtsradikal«, weil irgendwie »deutsch«, anerkannten Sesselfurz gleich der Volksaufstand der Zivilgesellschaft organisiert, ist das zwar erst mal auch sympathisch. Aber darin wird auch ein Problem sichtbar: dass hierzulande Rechtsradikale nicht als Rechtsradikale verstanden werden, wenn sie angeblich nicht »deutsch« sind. Den Deutschen scheint der Springerstiefel-Naziskin so lieb geworden zu sein, weil sie von ihm als schwarzem Schaf der Familie, als bösem Geschwisterkind so sehr abhängig sind. Man könnte meinen, die Deutschen verteidigten »ihre« Rechtsradikalen gegen Multi-Kulti. Die andere Seite der Medaille dieser Volksaufstände gegen Rechts, dieser Aufstände der Anständigen, ist, dass man gegen Rechtsradikale kaum zu Felde zieht, wenn die gar keine »Nazis« wie aus den Geschichtsbüchern sind. Wo sind die Sitzblockaden, wenn sich in Bonn 200 Islamist_innen zu ideologischen Schulungen treffen? Müssen die Leute gerade auf dem Marktplatz von Bad Godesberg »Nazis raus« rufen, weil da fünf Trottel von »Pro NRW« einen Stand aufgebaut haben? Hat die Linksjugend keine Zeit gehabt? Ist die Antifa nach Berlin gefahren, um sich einem NPD-Aufmarsch entgegenzustellen?

Islamist_innen nicht als gefährliche Rechtsradikale, als theokratische Faschist_innen, als mordlustige Antisemit_innen ernstzunehmen, das scheint mir auch eine linksliberale Variante des Rassismus zu sein. Dieser Rassismus ist sicher anders als der, den wir bei »Pegida« oder »Hogesa« beobachten können, er ist weniger aggressiv-feindselig und weniger offen. Aber er ist subtil und er wirkt. Diese Gesellschaft schiebt Migrant_innen und ihre Nachkommen faktisch in schäbige Vorstadtsiedlungen ab und versperrt vor ihnen die Augen. Eine Zivilgesellschaft im eigentlichen Wortsinne, die dann wirkliche Sympathie verdient hätte, würde diesen Zug nicht mitmachen. Sie würde die formal-freiheitliche Gesellschaft auch dort gegen ihre Feinde verteidigen, mit offenen Augen. Feministinnen würden nicht für Aufsichtsratsposten in irgendwelchen DAX-Unternehmen kämpfen, sondern für junge Frauen, die den täglichen Straßenterror abgehängter Vorstadt-Männercliquen über sich ergehen lassen müssen. Freie Bildungsträger würden nicht die xte Gymnasialklasse zur Ausstellung über Widerstand im NS schleppen, sondern die Kids aus Tannenbusch über die Geschichte des 20. Jahrhunderts aufklären, damit es nicht Andere tun. Die LGBTIQ-Verbände würden den Schüler_innen der Randbezirke vehementer widersprechen, wenn die behaupten, dass es bei »ihnen« ja keine Homosexuellen gäbe. Und: Moscheen würden sich nicht hinter ihrem Mantra »Damit haben wir nichts zu tun« verschanzen, sondern ihre Definitionshoheit mutiger gegen die Islamist_innen verteidigen. Schließlich: eine emanzipatorische, radikale Linke und die Antifa müssen sich endlich offen mit den Islamist_innen anlegen und Rechtsradikale bekämpfen, ob sie nun im braunen oder im grünen Gewand daherkommen.

Wir müssen aufhören, den Kampf gegen den Islamismus der Polizei und den Verfassungsschutzbehörden zu überlassen. Das erfordert, eigene rassistische Berührungsängste zu hinterfragen, jeder, jede von uns. Der Kampf gegen Theokratie, Faschismus und Antisemitismus, der Kampf gegen den europäischen Islamismus ist nur vorstellbar als ein Kampf, der explizit antirassistisch ist. Er feiert nicht, wie bunt Bonn angeblich sei: er skandalisiert die Hässlichkeiten, unter der die Menschen in Bonn jeden Tag leiden müssen, wenn sie nicht »deutsch« genug aussehen – nicht als Anhänger_innen einer Kultur, sondern als Individuen, als unbedingte Grenze. Der Antifa ist mit dem Zusammenbrechen des organisierten Neonazismus in den letzten zwei Jahren der liebste Gegner weggebrochen. Worauf wartet sie, worauf warten wir noch?

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Redebeitrag der Emanzipatorischen Antifa Duisburg zur Kundgebung am 10.01.2015 http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-der-emanzipatorischen-antifa-duisburg-zur-kundgebung-am-10-01-2015/ http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-der-emanzipatorischen-antifa-duisburg-zur-kundgebung-am-10-01-2015/#comments Sat, 10 Jan 2015 14:46:01 +0000 Administrator Redebeiträge http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-der-emanzipatorischen-antifa-duisburg-zur-kundgebung-am-10-01-2015/ Im Nachfolgenden dokumentieren wir den Redebeitrag der Emanzipatorischen Antifa Duisburg zur Kundgebung anlässlich des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris am vergangenen Mittwoch. Die Kundgebung hat am 10.01.2015 in Bonn stattgefunden.

Nous sommes Charlie, aussi!

Mit dem Angriff auf die Redaktion von »Charlie Hebdo« hat die neuste Welle des internationalen Djihadismus also endgültig auf schrecklichste Weise Europa erreicht, darauf deuten zumindest die Analysen von Sicherheitsexpert_innen hin. Getroffen haben sie mit »Charlie Hebdo« eines der exponiertesten Satiremagazine im französischsprachigen Raum, welches für sein humanistisches und vor allem strikt religionskritisches Selbstverständnis berühmt, aber auch berüchtigt ist. So sorgte das Magazin mehrfach mit als »obszön« eingestuften Karikaturen religiöser Gemeinschaften für Aufsehen in der Presselandschaft. 2006 wurden neben eigenen humoristischen Darstellung des Propheten Mohammed auch die als »Mohammed-Karikaturen« bekannt gewordenen Bilder der dänischen Jyllands-Posten abgedruckt, 2010 gewann die Zeitschrift einen Rechtsstreit um einen Beitrag, indem der Papstbesuch 2008 in Frankreich in einen Kontext vorangegangener pädophiler Übergriffe gerückt wurde. Bereits im November 2011 kam es zu einem mutmaßlich mit einer Mohammed persiflierenden Titelseite in Verbindung stehendem Brandanschlag auf die Räumlichkeiten der Redaktion, die Motive des Terroranschlages vom Mittwoch sind allem Anschein nach in den gleichen Gefilden zu verorten.

»Das hat mit dem eigentlichen Islam nichts zu tun!«

Was an diesem Beispiel tragisch hervortritt ist mehrerlei. Zuerst einmal liefert das Attentat den offenkundigen Beweis, dass das Entladen des antiwestlich, daher antiamerikanisch und antisemitisch, erscheinenden antimodernen Ressentiments in einem blutrünstigen Akt der offenen Barbarei kein lokales Phänomen des Mittleren und Nahen Ostens sowie Teilen Afrikas darstellt. Vielmehr antizipiert dieser Angriff (übrigens von perfekt französisch sprechenden Mujaheddin exekutiert), dass der islamistische Klerikalfaschismus als global ausgerichtete Bewegung zunehmend auch ein reales globales Problem darstellen wird. Anders gesagt: Der politische Islam muss in all seinen Ausprägungen als regressive Aufhebungsbestrebung des mittlerweile universal durchgesetzten Tauschprinzips begriffen und als repressive und rückständige politische Bewegung weltweit bekämpft werden.

Weiterhin verweist der islamisch-religiöse Charakter der Tat auf die oft übergangene Identität der Begriffe »Islam« und »Islamismus«, nicht im Sinne eines essentialistischen Wesens »des Islams«, sondern als übergeordneter Sammelbegriff »Islam«, dem eine Ordnungsfunktion dahingehend zukommt, dass unter ihm all diejenigen Ausprägungen zu subsummieren sind, die sich selbst als »islamisch/muslimisch« verstehen. Als ideologische Klammer dieser Ordnungskategorie »Islam« fungiert primär die Bezugnahme auf eine der unzähligen Interpretationen des Koran, wobei zwischen den unterschiedlichen Strömungen zuweilen beträchtliche Differenzen bestehen können. Dies impliziert zweierlei: Einerseits, dass es kein allgemeingültiges Verständnis »vom Islam« geben kann, welches sich aus einem ontologischen Wesensbegriff des Islam ableiten ließe, sondern dass lediglich jeweils in einem historischen Kontext eingebettete Ausprägungen existieren, deren konkreter Inhalt sich über verändernde gesellschaftliche wie globale Konstellationen bestimmt und materialistisch als ideologischer Reflex auf eben diese verstanden werden muss. Andererseits, und damit eng zusammenhängend, erweist es sich als schlichtweg unzulässig, den regressiven islamischen Ausprägungen unter Verweis auf eine vermeintlich fehlgeleitete Exegese der »Heiligen Schrift« das Recht, sich selbst als »islamisch« zu verstehen, abzusprechen. Es lässt sich folglich kein nicht-essentialistisches Argument ausmachen, nach dem eine liberale Auslegung »islamischer« oder »wahrheitsgemäßer« als eine regressive sei – und vice versa –, da dem Koran als in sich höchst widersprüchlichem Werk keine intrinsische sondern allenfalls interpretatorische Wahrheit zu entnehmen ist.

Linke und rechte Reaktionen auf den Anschlag

Der geläufige Ausspruch, demzufolge der Islamismus als gewaltförmige politische Bewegung nichts mit dem eigentlichen Islam zu tun hätte, erweist sich daher als irreführender und letztendlich apologetischer Trugschluss, der oftmals genau von den sozialen und politischen Gruppen lanciert wird, die durch seine Verwendung eine Auseinandersetzung mit der eigenen Mitverantwortung abwehren. Zu nennen seien hier die Mehrzahl der europäischen Islamverbände, die kurzerhand alles als »unislamisch« wegdefinieren, was ihren jeweils aktuellen Auslegungen zuwider läuft, ebenso wie ein Großteil ebenjener selbsternannten »Antirassist_innen«, die beständig den Schutz des individuellen Menschenlebens vor rassistischen Übergriffen mit der Verteidigung einer zum Kulturgut verhärteten Glaubensvorstellung gegen jegliche Form der Kritik vertauschen. Doch sind hier auch die islamischen Communities in die Verantwortung zu nehmen, aus deren Mitte sich die überwiegende Mehrzahl der radikalen Islamist_innen rekrutiert. Da Djihadist_innen nicht einfach vom Himmel fallen, sondern stets Produkt gesellschaftlicher Verhältnisse sind, darf der Einfluss islamischer Sozialisation auf den Radikalisierungsprozess, besonders unter Jugendlichen, nicht unberücksichtigt bleiben. Dass die Communities und ihre Institutionen sich dergestalt von den Radikalisierten distanzieren, dass jene als der Gemeinschaft Außenstehende vorgestellt und nicht als aus ihnen hervorgegangenes Resultat begriffen werden, indem unliebsame Momente auf diese Weise systematisch extrahiert werden, ist zwar der dahinterstehenden Intention, den sozialen Frieden nach innen und außen zu gewährleisten, zuträglich. Die durch eine solche enorme Verdrängungsleistung bedingte mangelhafte Aufarbeitung des eigentlichen Gegenstandes bewirkt jedoch im Umkehrzug auch, dass der Nährboden für radikale Tendenzen innerhalb der Communities fruchtbar gehalten wird.

So richtig es ist, Muslime als Individuen vor rassistischen Projektionen in Schutz zu nehmen, so falsch ist es, »den Islam« als vermeintlich schützenswerte Kultur einer notwendigen kritischen Auseinandersetzung zu entziehen. Dass Menschen – speziell Muslime – allenfalls als Gattungsexemplare ihres vermeintlichen Gemeinwesens unter Schutz zu stellen seien und weniger als leidensfähige Individuen in ihrer empirischen Mannigfaltigkeit, gehört zum grundlegenden Missverständnis jener antiimperialistisch-postmodernen Linken, die sich von der Kritik an Religionen und gemeinschaftsstiftenden Kollektiven längst verabschiedet hat. Stattdessen schwingen sie sich zu Kultur- statt Menschenschützer_innen auf, die mit ihrem kulturrelativistischen Gerede von einer sogenannten »Islamophobie« das ideologische Rüstzeug zur Verstetigung der islamistischen Konterrevolution gegen die Moderne liefern. Dass nicht nur der politische Islam in der Form des islamistischen Djihadismus, sondern auch die überwiegende Mehrzahl der islamischen Glaubensrichtungen erzkonservative und rückständige Ideologien darstellen, die mit einem emanzipatorischen Selbstverständnis, das diesen Namen auch verdient hätte, schlichtweg nicht vereinbar sind, wird dabei geflissentlich ausgeblendet. Dies kulminiert dann in der bereits vielfach artikulierten Wahnvorstellung des Pariser Terroraktes als einer angeblichen False-Flag-Operation, die dazu dienen sollte, die Stimmung gegen Muslime anzuheizen. Detailverliebt werden die Videoaufnahmen der Überwachungskameras auf mutmaßliche Indizien für einen Inside Job hin untersucht, was hingegen mehr über das psychologische Bedürfnis und wahnhafte Weltbild derjenigen aussagt, die derartige Gewalttaten notorisch wie kontrafaktisch als Verschwörung gegen den Islam enttarnt sehen wollen, als über den eigentlichen Gegenstand.

Da mit dem Terroranschlag vom vergangenen Mittwoch der Djihadismus zwar den Beweis für seine globale Handlungsfähigkeit erbracht hat, jedoch keineswegs als pars pro toto für vermeintlich allgemeingültige Tendenzen »des Islams« an sich gelten kann, muss die propagandistische Verwertung der französischen Opfer durch die konformistisch revoltierende Bürgerbewegung »Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes« (PEGIDA) als strategischer Winkelzug in eigener Sache verstanden werden. Deren Protagonist_innen geht es weniger um die Verteidigung der in Paris attackierten Presse-, Meinungs- und Religionsfreiheit oder der sogenannten »freiheitlich-demokratischen Grundordnung«, noch weniger um die reale Bedrohung durch die globale Djihad-Bewegung und erst recht nicht um das Leid der durch den islamistischen Terror bedrohten Nicht-Europäer_innen. Es geht ihnen vornehmlich um das abermalige Verschmelzen der Deutschen zur postnazistischen Volksgemeinschaft, die gegen ihr islamisches Pendant, die Umma, in Stellung gebracht werden soll. In schlechtester deutscher Manier wird der Versuch unternommen, Identität mit sich durch Abgrenzung gegenüber einem imaginierten Feind (denn nichts anderes ist das Fabulieren von einer vermeintlichen »Islamisierung des Abendlandes«, für die keine realitätsgerechte Entsprechung existiert) nach außen herzustellen. Somit können die projektiven Wahngebilde der PEGIDA in keinster Weise eine adäquate Antwort auf die real existierende Problematik des weltweiten grassierenden Djihadismus liefern. Ihr diffuser und indifferenter Islamhass erweist sich als ebenso notwendig falsches Projektionsbedürfnis wie die umstandslose Verteidigung des Islams seitens einiger linker Bewegungen.

Gegen die islamistische Konterrevolution – Für kommunistische Emanzipation

Bei allen bestehenden Differenzen ist der deutschen Konterrevolution in Gestalt der neurechten Bürgerbewegungen und der islamistischen das zentrale Moment gemein, dass sie ihrem Charakter nach wesentlich ideologische – daher notwendig falsche – Reaktionen auf die negative Totalität des Kapitalverhältnisses und damit einhergehend auf spätkapitalistische Krisensymptome darstellen. So gesehen handelt es sich hier um zwei Seiten derselben Medaille, die sich zwar an der Oberfläche unterscheiden, im Kern aber mehr ähneln als ihren ausführenden Charaktermasken bewusst sein dürfte. Einer kommunistischen Praxis, die an sich selbst den Anspruch stellt, auf die sich stetig wandelnden gesellschaftlichen Konstellationen angemessen reagieren zu können, sieht sich daher vor die Aufgabe eines Zweifrontenkampfes an der Seite der liberalen und aufgeklärten Muslime gestellt. An der einen Front gegen die islamistischen Tendenzen zur offenen Barbarisierung der Gesellschaften in Europa, aber auch und vor allem im Nahen und Mittleren Osten sowie in Teilen Afrikas, da die Leidtragenden des repressiven Alltags- und Tugendterrors gegenwärtig zuvorderst selbst in diesen Regionen wohnhafte muslimische Menschen sind; an der Anderen gegen die virulenten Bestrebungen zur postnazistischen Volksvergemeinschaftung, deren zeitgenössisches Epiphänomen Bewegungen wie PEGIDA oder HoGeSa bilden und die in ihrer antimodernen, da deutschen, Stoßrichtung ein nicht minder barbarisches Potential beherbergen als ihr islamistisches Pendant.

Dies bedeutet in erster Linie, dass der kritische Kommunismus der Gegenwart, wie die Initiative Sozialistisches Forum einmal schrieb, das Resultat der globalen Konterrevolution, nämlich »die Barbarei[,] als eine qualitativ neue, als eine dem Kapital einerseits entsprungene, andererseits entronnene Gesellschaftsform, […] als die negative Selbstaufhebung des Kapitals auf der Grundlage des Kapitals« begrifflich erfassen muss, um »der katastrophalen Entfaltung des Kapitals zu seinem Begriff, der Barbarei, kritisch innezuwerden«.

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http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-der-emanzipatorischen-antifa-duisburg-zur-kundgebung-am-10-01-2015/feed/
Redebeitrag der Antihomophoben Aktion Bonn zur Kundgebung am 10.01.2015 http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-der-antihomophoben-aktion-bonn-zur-kundgebung-am-10-01-2015/ http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-der-antihomophoben-aktion-bonn-zur-kundgebung-am-10-01-2015/#comments Sat, 10 Jan 2015 14:34:23 +0000 Administrator Redebeiträge http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-der-antihomophoben-aktion-bonn-zur-kundgebung-am-10-01-2015/ Im Nachfolgenden dokumentieren wir den französischsprachigen Redebeitrag der Antihomophoben Aktion Bonn zur Kundgebung anlässlich des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris am vergangenen Mittwoch. Die Kundgebung hat am 10.01.2015 in Bonn stattgefunden.

Cher Comarades, chers amis,

je vous souhaite bienvenu a la manifestation: « Contre le peuple, les nations, et l‘ummah, en solidarité avec Charlie Hebdo et contre la théocratie, le fascisme et l‘antisémitisme! »

Nous sommes ici pour protester contre tout fondamentalisme aujourd‘hui. Que l‘Islam, le christianisme ou le judaïsme. Nous sommes ici pour vous dire, que la malaise suffit. Nous disons que nous n‘avons pas mentionné d‘arreter a lutter le totalitarisme. On vous dit que nous n‘avons pas mentionné d‘arreter, battre contre les nazis, les homophobes, les nationalists, est les s‘antisémites.
Quand on parle d‘Israël, beaucoup de gens se sent libérés de leure anti-sémitisme. Le mot « Juif » a été remplacé par « sioniste ». Les gens luitte comme ca les Juifs verbales, sans avoir à un moût de conscience. Cette critique d‘Israël est l‘idéologie anti-sioniste qui peut conduire a des nouveau progrome antisémit.

Nous aions continuer la defense de l‘Israël.
Nous aions continuer à lutter contre toute l‘antisémitisme.
Pas de paix avec l‘antisémitisme, l‘homophobie et le fascisme de l‘islamisme.

La Théocratique, le fascisme et de l‘antisémitisme en Europe depuis 1945 n‘était pas si forte commenous devons regarder dans les yeux d‘entre ce aujourd‘hui. Quand on parle d‘Israël, beaucoup de gens se sent libérés de leur anti-sémitisme. Le mot « Juif » est remplacé par « sioniste ». Cette critique d‘Israël est l‘idéologie anti-sioniste qui peut conduire à des nouveau progromes.

La critique unilatérale d‘Israël est – notamment en Allemagne – populaire. Personne ne proteste contre les attentats-suicides où de des tirs des roquettes. Nombre de feux guerres dans le monde sont ignorés. L‘important est juste le mal Israël. C‘est un réflexe anti-sémitique. Il doit être noté que l‘État d‘Israël est une nécessité. Et oui cela comprend aussi la défense de l‘Etat juif par la force des armes.

A mercredi, au moins 12 personnes – l‘employées de la feuille Satire gauche Charlie Hebdo, des policiers et passents non impliquées – tués parce que le journal Charlie Gebdo, est devenu très critique de l‘islamisme en Europe et avait publiè une caricature du Prophète Mohammed. Les auteurs islamiste ont crié témoins lors dont la tourné d‘assassin la parole « Dieu est grand » et « Nous avons vengé les prophètes. » L‘arrêt de Paris est l‘un des cas les plus effrayants récents qui montrent, comment l‘accès de manie idéologique et religieux demandent aux gens vivant de l‘analyse finale.
L‘attaque barbare à Paris est commander en bloc. On besoin pas de l‘agitation raciste du Front national où de Pegida, également c‘est important de défondre réalisations l‘ibertaire pour tous!

Non au racisme, non au l‘antisemitism, non au islamisme, non á la homophobie.
Il faut frappe les autorités, pour un monde liberté! Pour le monde pour tous!

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http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-der-antihomophoben-aktion-bonn-zur-kundgebung-am-10-01-2015/feed/
Redebeitrag von Refugees Welcome Bonn zur Kundgebung am 10.01.2015 http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-von-refugees-welcome-bonn-zur-kundgebung-am-10-01-2015/ http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-von-refugees-welcome-bonn-zur-kundgebung-am-10-01-2015/#comments Sat, 10 Jan 2015 14:27:31 +0000 Administrator Redebeiträge http://eab.blogsport.de/2015/01/10/redebeitrag-von-refugees-welcome-bonn-zur-kundgebung-am-10-01-2015/ Im Nachfolgenden dokumentieren wir den Redebeitrag von Refugees Welcome Bonn zur Kundgebung anlässlich des Anschlags auf das Satiremagazin Charlie Hebdo in Paris am vergangenen Mittwoch. Die Kundgebung hat am 10.01.2015 in Bonn stattgefunden.

Liebe Genoss*innen, liebe Freund*innen!

Wir haben uns heute hier versammelt, um unserem Entsetzen über die barbarischen Morde von Paris in der vergangenen Woche Ausdruck zu verleihen.

Der mediale Aufschrei angesichts dieser Gräueltaten war sogleich begleitet von Beschwörungsformeln eines nun angeblich entbrennenden Kulturkampfes. In der Tat lässt sich jüngst verstärkt die Formierung zweier Fronten feststellen, davon eine so widerwärtig wie die andere. Verfolgt man die gegenwärtigen Schlagzeilen, so entsteht der Eindruck als stünden sich fast ausschließlich reaktionäre Islamist*innen, die die ganze Welt in einen großen, grausamen Gottesstaat verwandeln wollen, und selbst ernannte Verteidiger*innen des Abendlandes, die zu einem Gutteil nicht einmal in der Lage sind, Abendland korrekt zu buchstabieren, unversöhnlich gegenüber.

Über das vergangene Jahrzehnt hinweg wurde zunächst vonseiten islamischer Interessengruppen und im Folgenden selbst bis in konservative deutsche Milieus hinein das Narrativ der sog. Islamophobie erfolgreich etabliert. Der Vorwurf der Islamophobie dient der Delegitimierung jeglicher Kritik am Islam und wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch die heutige Versammlung treffen. Religionskritik wird dabei oft auf abstruseste Weise mit Rassismus enggeführt. So wird letztlich auch die immer noch dringend notwendige Kritik an wirklichem, allgegenwärtigen Rassismus behindert.

Es wäre falsch zu sagen, dass dies der Grund dafür ist, dass rassistische Wutbürger*innenmobs wie »Pegida« derzeit einen solchen Zulauf haben, denn ihr Geschäft ist und war schon immer der Rassismus, das Ressentiment. Doch zweifelsohne erleichtert ein unter dem Kampfbegriff Islamophobie verhängtes Kritikverbot und eine völlig überzogene Einforderung des Schutzes sog. religiöser Gefühle derartigen Gruppierungen, sich in bestimmten Kreisen als mutige Tabubrecher zu inszenieren.

Sei es unter dem Vorwand, sei es mit der tatsächlichen Absicht, rechten Gruppierungen keinen Vorschub zu leisten, erweist man nicht zuletzt den säkularen Muslimen einen Bärendienst, indem reaktionäre Elemente islamistischer Ideologie wegdiskutiert oder verharmlost und islamistisch motivierter Antisemitismus und Terror als solcher geleugnet wird.

Die aus islamistischer Ideologie geschöpften autoritären Gemeinschaften, ein grassierender Antisemitismus und die teilweise Verachtung universeller menschlicher Errungenschaften wie die Freiheit des Individuums gegenüber dem Kollektiv, die Presse- und Meinungsfreiheit, müssen offen benannt werden, um letztlich gebannt werden zu können.
Der Terror im Namen des Islam hat insbesondere in den letzten Jahren erhebliche Fluchtbewegungen verursacht. Er führt zu Armut und menschlichem Elend in jeder Hinsicht. Davon betroffen sind auch viele Muslime – weil sie der falschen Sekte angehören, weil sie nicht unter einem repressiven Regime leben wollen oder einfach nur, weil Terror und Bürger*innenkriege ihnen die Lebensgrundlage entziehen.

Die vermeintliche Lösung der Nazis und Rassist*innen: Abschiebung. Was wäre damit gewonnen? Wäre die Welt eine bessere geworden? Sicher nicht. Wohin sind ein Pierre Vogel oder ein Sven Lau abzuschieben?
Eine der Hauptforderungen von Pegida lautet: »Keine Glaubenskriege auf deutschem Boden«. Das impliziert die Forderung, die Glaubenskriege mögen doch bitte dort ausgetragen werden, wo sie hingehören – wo auch immer das sein soll – woanders, egal wo, nur nicht hier. Damit ist zugleich der maximale geistige Horizont der Vertreter*innen solcher Forderungen abgesteckt.

Kritik hingegen bedeutet niemals nationale Flurbereinigung, zumal dafür auf denselben Streich die Steinbachs, die Seehofers, die Henkels, die Hogesa- und Pegida-Primaten usw. usf. ebenso zu verschwinden hätten.
Der wirkliche Kampf gegen menschenverachtende Ideologien macht nicht an nationalen Grenzen halt.

Wir gedenken heute der ermordeten Journalist*innen, Passant*innen, Geiseln und Polizeibeamt*innen der Anschläge von Paris. Doch wir gedenken auch der unzähligen sonstigen Opfer islamistischen Terrors auf dessen weltweiten Schauplätzen. Die folgenden Beispiele erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
In Nigeria wurde ebenfalls am vergangenen Mittwoch die einstige 10.000-Einwohner Stadt Baga durch die Terrororganisation Boko Haram völlig zerstört, wobei mindestens mehrere hundert Menschen den Tod fanden. Wir gedenken den nach individueller Freiheit strebenden Menschen im von Despotie, Bürger*innenkrieg und Terrorherrschaft zerrütteten Syrien. Wir gedenken der aufgrund ethnischer Abstammung oder religiösem Bekenntnis verfolgten, versklavten und ermordeten Menschen im Irak. Wir gedenken der gefallenen Kurd*innen, die der islamistischen Barbarei des sog. Islamischen Staates seit Monaten die Stirn bieten. Sie kämpfen nicht nur für sich und ihre partikularen Interessen, sondern zugleich für universale Werte, für die Freiheit, für das Leben.

An diesem Maßstab sollte jede Kritik und jeder Widerstand gemessen werden. Die derzeitigen Wutbürger*innenaufstände halten dem nicht stand. Beide, Islamist*innen und dummdeutsche Rassist*innen, stehen dem gesellschaftlichen Fortschritt entgegen.

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Kundgebung anlässlich des Anschlags von Paris http://eab.blogsport.de/2015/01/09/kundgebung-anlaesslich-des-anschlags-von-paris/ http://eab.blogsport.de/2015/01/09/kundgebung-anlaesslich-des-anschlags-von-paris/#comments Fri, 09 Jan 2015 10:41:13 +0000 Administrator Aufrufe http://eab.blogsport.de/2015/01/09/kundgebung-anlaesslich-des-anschlags-von-paris/ Gegen Volk, Nation und Umma!

Samstag 10.01.2015, 10 Uhr, Marktplatz vor dem alten Rathaus, Bonn

»Gegen Volk, Nation & Umma – Solidarität mit der Charlie Hebdo & dem Kampf gegen Theokratie, Faschismus & Antisemitismus«

Theokratische, faschistische und antisemitische Tendenzen waren in Europa seit 1945 nicht so stark, wie wir ihnen heute in die Augen blicken müssen. Am Mittwoch wurden mindestens 12 Menschen – Mitarbeiter_innen des linken Satireblatts Charlie Hebdo, Polizist_innen und Passant_innen – getötet, weil die Zeitung sich u.A. kritisch zum in Europa stark gewordenen Islamismus geäußert und den Propheten Mohammed als Karikatur gedruckt hatte. Die Täter riefen laut Augenzeug_innen während ihrer Mordtour durch die Redaktionsräume »Allah ist groß« und »Wir haben den Propheten gerächt«. Der Anschlag von Paris ist einer der erschreckendsten jüngeren Fälle, die zeigen, wie ideologischer und religiöser Wahn um sich greifen und in letzter Konsequenz Menschenleben fordern.

Tausende junge Männer und Frauen sind in den letzten Monaten aus Europa nach Syrien und in den Irak gereist, um sich dem islamofaschistischen Vernichtungsfeldzug des IS anzuschließen, auch mehrere aus Bonn. Im Dezember 2012 hätte ein Bonner Islamist beinahe eine Bombe am Bonner Hauptbahnhof gezündet und vermutlich mehrere Menschen in den Tod gerissen. Im Sommer 2014 demonstrierten vielerorts Antisemit_innen aller Couleur anlässlich der kriegerischen Auseinandersetzung im Gaza-Streifen und in Israel für die islamofaschistische Hamas. Die teilweise von »linken« Gruppen getragenen Veranstaltungen entwickelten sich, wie in Essen, zu antisemitischen Aufmärschen, aus denen heraus Jagd auf politische Gegner_innen gemacht wurde. Es hat wieder vollendete und verhinderte Anschläge auf Synagogen in Deutschland gegeben. Mitten unter diesen Leuten demonstrierten, wie auch in Bonn, Islamist_innen offen mit den Emblemen von Hamas und IS, ohne, dass sich jemand daran gestört hätte.

Der barbarische Anschlag von Paris ist in Bausch und Bogen zu verurteilen. Ihn für rassistische Hetze á la Front National oder Pegida zu instrumentalisieren, verbietet sich ebenso wie die Romantisierung oder anderweitige Entschuldigung der ihn motivierenden islamistischen Ideologie, die sie etwa zum antiimperialistischen Abwehrkampf umdeutet. Der Anschlag von Paris ist nicht nur ein Angriff auf kritische Journalist_innen, er zielt auf bürgerliche Errungenschaften wie die Presse- und Religionsfreiheit, denen die europäischen Islamist_innen längst den Krieg erklärt haben.

Wir rufen euch daher dazu auf, am Samstag, dem 10.01., um 12 Uhr zur Kundgebung auf dem Bonner Marktplatz vor dem alten Rathaus zu kommen.

Liste Undogmatischer StudentInnen, Gruppe Phoenix, Refugees Welcome Bonn, ASJ Bonn, Antihomophobe Aktion Bonn

Januar 2015

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Bonn, das ist das Falsche! http://eab.blogsport.de/2014/12/21/bonn-das-ist-das-falsche/ http://eab.blogsport.de/2014/12/21/bonn-das-ist-das-falsche/#comments Sun, 21 Dec 2014 10:45:23 +0000 Administrator Allgemein Aufrufe http://eab.blogsport.de/2014/12/21/bonn-das-ist-das-falsche/ Bonn, das ist das Falsche!

Für eine emanzipatorische Mobilisierung gegen die »Bogida«- Rassist_innen!

Am 22. Dezember wagt »Bogida« unter Führung der ehemaligen Nazi-Kameradschafterin Melanie Dittmer einen neuen Versuch, einen »Abendspaziergang« gegen Geflüchtete und die vermeintliche Islamisierung des Abendlandes abzuhalten. Der erste Anlauf am 15. Dezember endete erfreulicherweise in einem Desaster: nur etwa 150 Personen einer bunten Mischung aus Rechtspopulist_innen, Rassist_innen, Neonazis und Verschwörungstheoretiker_innen schafften es auf den Kaiserplatz, auf dem sie aber schon kurze Zeit später komplett eingeschlossen waren, weil bis zu 3.000 Gegendemonstrant_innen alle drei möglichen Routen blockierten. Zudem erlebten in der unübersichtlichen Situation wohl einige herumstreunende Neonazis unangenehme Überraschungen. Dieser Erfolg kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die oft schwer zu ertragenden Reflexe der vermeintlich bunten Zivilgesellschaft offen zu Tage traten. Die Linksjugend freute sich in den Tagen zuvor unverhohlen auf die rassistische »Bewegung«, an der man das klassische, identitätsstiftende Ringen abagieren könnte, und blies die Völker mal wieder auf zum nächsten, letzten Gefecht. Das Bündnis »Bonn stellt sich quer« warnte davor, dass Nazis und Rassist_innen quasi wie eine fremde Macht von außen »in unsere Stadt kommen« und forderte, man möge ihnen das hiesige »offene bunte und friedliche Zusammenleben« der Stadt Bonn entgegensetzen. Die Bonner Jugendbewegung jubelte nach erfolgreicher Blockade: »Bonn ist und bleibt Nazi-Frei!«. Ist allein diese Wahrnehmung des Lebens in Bonn schon wahnhaft genug, setzten die zivilgesellschaftlichen Verteidiger_innen der beschaulichen Kleinstadt noch einen drauf und konkurrierten in ihrem Aufruf zur Gegendemo offen mit »Bogida« darum, wer nun »das Volk« sei. In der Konsequenz schrien die Blockierer_innen den auf dem Kaiserplatz versammelten »Bogida«-Höhlenmenschen in Teilen nur unwesentlich Klügeres entgegen als das, was von diesen über Lautsprecher zu vernehmen war. So sympathisch es ist, wenn Tausende einen rassistischen Aufzug verhindern: in den »Nazis raus!«-Sprechchören kristallisiert sich die pure Affirmation des Bestehenden heraus, in der Rassismus auf ein paar Dutzend Irre projiziert wird, womit praktischerweise gleich das Bonner Selbst entlastet werden kann. In ihren jeweiligen Identitätspolitiken sind die Einen auf die Anderen angewiesen und verteidigen somit gleichermaßen den deutschen Status Quo.

Der Zynismus dieser Inszenierung, in der sich Zivilgesellschaft und ihr rechter Rand gegenseitig den Rang ablaufen, würde zu Sensibilität und Nachdenken fähigen Menschen spätestens an der Schnittmenge offenbar, die auch an aktuellen Studienlagen ablesbar ist: Während die Anzahl der Menschen mit »geschlossen rechtsextremem Weltbild« diesen zufolge jüngst um beinahe 50 % (!) gesunken ist, gab es teilweise rasante Anstiege der einzelnen, menschenfeindlichen Einstellungsmuster. Mehr als die Hälfte der Deutschen denke aktuell, Asylbewerber_innen würden in ihren Herkunftsländern nicht verfolgt, mehr als ein Drittel wollten Muslim_innen die Zuwanderung ganz untersagt sehen und ebenfalls mehr als die Hälfte der Deutschen meine, Roma und Sinti seien an ihrer Ablehnung selbst schuld. Ebenfalls aktuell: bei seit 2004 sinkendem primären Antisemitismus stiegen Antizionismus bzw. »Israelkritik«. Im September 2014 vertraten demnach mehr als die Hälfte der Deutschen diese Positionen. Die »Nazis raus!«-Rufe erblöden sich an einer Realität, in der Nazi-Ideologie längst keiner Nazi- Identität mehr bedarf und sich auch auch ihre schlechten Kritiker_innen autoritärer, gegen das Individuum gerichteter Welterklärungsmuster bedienen. Gerade in diesem Kontext sind auch Teile des »Bonn stellt sich quer«-Bündnisses (BSSQ) als höchst problematisch anzusehen, etwa Vertreter_innen der »Antikapitalistischen Aktion Bonn« (AKAB), die noch im Sommer in der allgemeinen antisemitischen Hetzstimmung zusammen mit Bonner Salafist_innen Demonstrationen gegen Israel anführten. Auch auf anderen Ebenen glänzte die AKAB bisher vor allem mit einer aggressiven, verschwörungstheoretischen und stalinistischen Politik, die bis in die »Bonner Jugendbewegung« hineinwirkt. Eine wirksame Bekämpfung des Rassismus der »Pegida«-Aufläufe, die sich nicht ihrer Logik anpassend vor den gerade in Bonn virulenten Islamismus stellt, ist mit dieser Konstellation nicht zu schaffen.

Als emanzipatorische Antifaschist_innen haben wir uns an der erfolgreichen Blockade von »Bogida« beteiligt. Wir teilen die Einschätzung, dass ein Übergreifen der »Pegida«- Montagsdemonstrationen über Dresden hinaus eingedämmt werden muss. Zu Analyse und Einschätzung der »Bogida«-Aktionen, mit denen wir uns wohl einige Wochen herumschlagen müssen, und zur Art und Weise, wie dies aktuell geschieht, melden wir erhebliche Bedenken an und verweigern uns der Eingemeindung in das ach-so-bunte Bonn. Wessen Antifaschismus sich darin ergießt, Melanie Dittmer als »fette Fotze« zu beschimpfen, wer die Abschiebebehörden auch mal auf Nazis ansetzen will und darüber spekuliert, ob hinter der aktuellen rassistischen Welle nicht mal wieder »das Kapital« stecke, der darf nicht zu Unrecht seine Ansprüche auf »das Volk« anmelden. Bonn, das ist das Falsche!

Bogida, Pegida – das Problem heißt Rassismus

Die Aufmärsche, die mit dem »Erfolgsrezept« von infantilen Kürzeln wie »HoGeSa« (Köln) und »PEgIdA« (Dresden), auch in den nächsten Wochen wieder die hässlichsten Deutschen in den Innenstädten versammeln, gehen indes weiter.
Obwohl Dresden einen Ausländer_innenanteil von verschwindend geringen 4,7 % hat, halluziniert sich das Bündnis aus Abgehängten und Fremdenfeinden eine »Überfremdung« herbei. Das Ausmaß an aggressivem Stumpfsinn und Gewaltbereitschaft, das sich im Rahmen von »Hogesa«, »Pegida« und sonstigen Schlagwörtern offenbart, die eigentlich gar keine sind, und deren einziger Zweck wohl darin besteht, sie auch im Vollrausch noch daherlallen zu können, ist ebenso erschreckend wie symptomatisch für Deutschland im Jahr 2014, wo sich zu beinahe jedem neu einzurichtenden Asylbewerber_innenheim der Mob organisiert. So dümmlich und durchschaubar das Ganze auch daherkommt, relevante Teile der deutschen bürgerlichen Presse erweisen sich einmal mehr als noch dümmer, indem sie den Beteuerungen der Veranstalter_innen, es handele sich hier um besorgte Bürger und »Islamkritiker«, die doch nur christliche Werte verteidigen würden, in Teilen unreflektiert oder gar vorsätzlich übernehmen. So war im Zusammenhang mit den rassistischen Märschen dieser Tage meist die Rede davon, dass sich auch Rechtsextreme unter die Protestierenden gemischt hätten. Im Gegenteil kann behauptet werden, dass jede Bürgerin und jeder Bürger, die oder der länger als fünf Minuten an einer Versammlung teilnimmt, deren vornehmliche Parolen wie bei den Krawallen in Köln »Deutschland den Deutschen – Ausländer raus« oder »frei, sozial und national« lauten, sich unweigerlich selbst als Neonazi-Sympathisant_in qualifiziert. Abendländische Werte wie das Zelebrieren öffentlicher Alkoholexzesse in Verbindung mit rassistischer Randale und Naziparolen zeigen, dass die selbst ernannten Wächter der deutschen Ordnung so weit entfernt von ihrem proklamierten Feindbild, den Salafist_innen, gar nicht sind: Ihr gemeinsamer Nenner ist die Barbarei.

Darüber hinaus erfordert es auch keine allzu große geistige Anstrengung, zu durchschauen, worum es den vermeintlichen Kreuzrittern, die wie ihre historischen Vorbilder oftmals nicht richtig lesen und schreiben können, in Wirklichkeit geht: Nicht um eine (dringend notwendige) auf Emanzipation abzielende Kritik am Islamismus, sondern um ein Transportmittel für das Ressentiment gegen alles vermeintlich Fremde, allen voran Asylbewerber_innen. Jüngst veröffentlichte Interviews mit »Pegida«-Teilnehmer_innen machen deutlich, dass hier Menschen großen Wert darauf legen, ihr Recht auf Nazi-Parolen durchzusetzen, ohne dafür als Nazis zu gelten. Bei aller Widerwärtigkeit solcher Positionen ist es notwendig, die Tragweite solcher Zusammenrottungen angemessen zu beurteilen. Ebenso schlecht wie eine Bagatellisierung von Rassismus und Neonazismus – wie sie immer wieder durch das politische Establishment zwecks Verteidigung des Standorts vorgenommen wird – ist eine vorauseilende Überhöhung der Relevanz geschlossen neonazistisch auftretender Rechter. Denn auch letztere spielt diesen propagandistisch in die Hände. Dass »Bogida« die Bezeichnung einer »Bewegung« verdient, wie die Linksjugend feierlich verkündete, haben die paar Verklatschten, die sich am 15.12. in Bonn dem Hohn Tausender ausgesetzt haben, eindrucksvoll widerlegt. Über sie sollte der grassierende Rassismus in Amtsstuben, in der Politik, bei der Polizei und in unser aller Köpfe nicht vergessen werden. Die Straße und zumal die Aufwallungen sozial Abgehängter – und seien sie noch so gewaltaffin – sind nur ein kleines Rädchen in der Maschinerie, die auf die Einpflanzung rassistischer Einstellungen von oben getrost verzichten kann: für diese Ideologie unter vielen sonstigen Hässlichkeiten sorgen die atomisierten Konkurrenzsubjekte schon selbst, darauf ist Verlass. In der Bonner Innenstadt kämpfen, bleibt die treffende Kritik aus, nicht Rassismus gegen Anti-Rassismus, Braun gegen Bunt: es tobt ein Nuancenstreit der total Vergesellschafteten um den Grad der Freundlichkeit, die ihre Ellenbogenkämpfe begleitet. Freilich gilt es weiterhin, den von Rassismus Betroffenen zumindest die schärfsten Formen des Hasses zu ersparen und sich ihrem Kampf für ein irgendwie erträgliches Hier und Jetzt anzuschließen.

Bonn stellt sich quer – Zivilgesellschaft, linksautoritäre Sekte, beides?

Das tonangebende Bündnis »Bonn stellt sich quer« hatte sich 2012 anlässlich eines Aufmarsches von Neonazis gegründet. Der Name ist nicht nur hinsichtlich der Liebe zum Bundesdorf Programm, sondern signalisiert auch nach »innen«, wie man sich antifaschistische Gegenwehr vorstellt. Angelehnt ist der Name vor Allem an das Bündnis »Dortmund stellt sich quer«, dessen Zustandekommen beispielhaft ist für den linken Populismus. In der westfälischen Nazi-Hochburg hatten sich 2009 Antifaschist_innen zusammengetan, um den jährlichen Aufmärschen zum »Antikriegstag« etwas entgegen zu setzen. Mit Lügen, Intrigen, gewalttätigem Auftreten und Drohungen versuchten in der Folge Aktivist_innen aus dem Spektrum der antiimperialistischen Linken (Rote Antifa Duisburg, DKP, SDAJ, MLPD etc.) eine Teilnahme zu erzwingen, die ihnen aufgrund ihrer körperlichen Angriffe und sexistischen, homophoben und antisemitischen Pöbeleien jedoch verweigert wurde. In der nationalbolschewistischen Zeitung »Junge Welt« wurde darauf das DSSQ-Bündnis als eine angeblich breite, zivilgesellschaftliche Kraft gegen die Nazis ausgerufen. Schnell sortierten sich die Reihen und man schmiedete ein Bündnis, das sich nicht an der Ablehnung des gerade von den Dortmunder Neonazis offen propagierten Antisemitismus orientierte, sondern daran, ob die Partner_innen dem gegen Israel gerichteten Kurs dieser Gruppen in Treue verbunden waren oder nicht. Dieses Vorspiel muss kennen, wer die Funktionsweise von »Bonn stellt sich quer« verstehen will. Beim Gründungstreffen im DGB-Haus durften 2012 der Reihe nach alle Anwesenden mit einem kurzen Statement ihre Bereitschaft bekunden, der auf der Bühne sitzenden linken Avantgarde in den Kampf gegen die Nazis zu folgen; eine echte Teilhabe, einen Positionsaustausch, die Möglichkeit zu Kritik o.Ä. war freilich nicht vorgesehen. Am Dortmunder »Erfolgsrezept«, an dem man sich im DGB-Haus ein Beispiel nehmen wollte, war indes gar nicht zu feiern, dass es sich im Kampf gegen Nazis als effektiv erwiesen hätte: die geplanten Blockaden schlugen im Organisationschaos fehl und am Ende hatten die Kamerad_innen eher mit der Polizei und dem Innenministerium zu kämpfen, nicht mit blockierten Routen. Als Erfolg wertete man hingegen, dass eine antiimperialistische Volksfront gegen die Nazis geschmiedet werden konnte, die sich darin einig war, dass ihre rechten wie linken politischen Gegner_innen nichts als Agent_innen des Imperialismus seien. Und genau so beschloss man auch 2012, mit Antisemit_innen gegen Antisemit_innen zu demonstrieren: Etwa mit dem Netzwerk Friedenskooperative, das das iranische Atomprogramm und seine Vernichtungsdrohungen gegen Israel verteidigt und sich Günter Grass verbunden zeigt. Letzterer hatte Deutschland in der SZ sein Geheimwissen mitgeteilt, Israel plane die Vernichtung von 90 Millionen (!) Menschen im Iran, wozu er es auch mit NS-Deutschland gleichsetzte. Oder die Bonner Jugendbewegung, die »zivilgesellschaftlich«, jung und wild auftritt und aus der sich neue Mitglieder für die stalinistischen Kadergruppen rekrutieren. Oder das selbst ernannte Bonner »Institut für Palästinakunde«, das sich hauptberuflich auf die Dämonisierung des jüdischen Staates verlegt hat und z.B. am diesjährigen Al-Quds-Tag, einem iranischen Staatsfeiertag für die bevorstehende Reinigung Jerusalems von den Jüd_innen, mit Bonner »Antikapitalist_innen«, Salafist_innen und ihren Emblemen von Hamas und IS gegen Israel demonstrierte. Als der »Islamische Staat« kurz darauf in Kurdistan einfiel, veränderten sich die Bündnisbedingungen rasch, und aus dem antiimperialistischen Befreiungskampf war über Nacht wieder mal der verlängerte Arm des Imperialismus geworden, finanziert durch die CIA. Und auch für »Pegida« hatten manche auf der BSSQ-Demo hochintellektuelle Erklärungen parat: so zeigten ein paar »Genossen« am 15. Dezember ein Transparent, auf dem zu lesen war: »ISIS und Pegida beide Kinder der Imperialisten!«. Unterschrieben war dieser Irrsinn mit »Volksfront«. Der neue, alte linke Populismus, die Liebe zu Volk und dummdreisten Erklärungsmustern ist die zusammenhaltende Klammer derjenigen, die in Bonn den Ton angeben im Kampf gegen Rechtsaußen. Was sich in Bonn als »Zivilgesellschaft« präsentiert, ist in Wahrheit eine skurrile Truppe, die bis 1989 ihre Anweisungen aus Moskau erhalten hätte und angesichts derer die Extremismustheorie etwas weniger indiskutabel erscheint. Freilich wäre es falsch, BSSQ mit Nazis und Rassist_innen in Eins zu setzen. Doch lektüreunsichere Menschen können die Anweisung, im Volk zu schwimmen wie der Fisch im Wasser, nicht zu Unrecht erst nach einer Google-Recherche treffsicher ihrem korrekten Urheber zuordnen: Mao? Goebbels?

Auf zum Marktplatz, auf nach Bonn!

Es könnte der Eindruck entstehen, aus all den genannten Gründen sei es weniger schmerzhaft, einen großen Bogen um das Bundesdorf und seine Innenstadt zu machen. Wenn die Dominanz vom rassistischen Konsens und seiner schlechten Kritiker_innen gebrochen werden soll, ist aber tatsächlich das Gegenteil angezeigt. Wir rufen daher alle emanzipatorischen Antifaschist_innen dazu auf, am 22. Dezember und an allen folgenden Montagen, an denen »Bogida« rumnerven will, nach Bonn zu kommen und sich an den Gegenaktivitäten zu beteiligen. Statt der Verteidigung des Volkes gegen sich selbst fordern wir als Emanzipatorisches Antifa-Bündnis (Bonn):

Den rassistischen Konsens brechen! Für die Emanzipation von Volk, Nation & Umma!

Liste Undogmatischer StudentInnen (LUST), Gruppe Phoenix, Refugees Welcome bonn, Anarchistisch Syndikalistische Jugend (ASJ) Bonn, Antihomophobe Aktion Bonn, Politladen AZ Köln

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